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Das Bauprogramm
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Das erste Bauvorhaben wurde am 11. Juli 1932 begonnen. Es umfaßte die Kanalisierung der Jahnstraße und Brixentaler-Straße, Straßenarbeiten an der oberen und unteren Bahnhofstraße, am Kirchplatz und an der Schachtnerstraße, sowie die Asphaltierung dieser Straßen mit Ausnahme der Brixentaler- und Schachtnerstraße. Die Arbeiten waren am 29. Oktober 1932 beendet und hatten S 31.222,42 gekostet.
Das zweite Bauprogram umfaßte die Asphaltierung der Schachtner- und Brixentaler-Straße, die Ausgestaltung der Simon Prem-Straße, sowie die Rohr- und Randsteinerzeugung auf Lager. Der Gesamtaufwand betrug S 43.385,61. Weiters wurden die Simon Prem-Straße und der Hauptschuleingang asphaltiert, verschiedene Weg- und Straßenbauten außerhalb des Ortes durchgeführt, das Gemeinde- und Volksschulhaus kanalisiert, Straßen und Wege im Ort um S 9.000,- repariert.
Für den Bau einer neuen Skisprungschanze wurden 500 Arbeitsschichten aufgewendet, eine Notstandsküche wurde eingerichtet, ein Waschhaus und Holzhaus bei der Gemeindemühle errichtet. Die Umgestaltung der Bahnhofstraße sowie die Errichtung der Straßenbeleuchtung wurde ebenfalls im Rahmen der Nothilfe-Aktion durchgeführt. Die Lohnzahlungen für diese Arbeiten machten insgesamt S 102.197,13 aus und wurden ausschließlich in Arbeitswertscheinen beglichen, schilderte Hans Burgstaller in der Broschüre "Die Rettung Österreichs - das Wörgler Beispiel" die Nothilfeaktion.
Mit den Notstandsarbeiten im Jahr 1933 wurden Infrastruktureinrichtungen für den Fremdenverkehr geschaffen und die Müllnertal-Brücke am Eingang der Wörgler Schlucht neu gebaut. U.a. wurde ein neuer Weg vom Anlauf der Sprungschanze bis zum Eissteingipfel in einer Länge von 2 km angelegt, ein 3.489 m langer Jägersteig-Rodelweg mit 595 Treppenstufen. Der Weg zu den Lechner Wasserfällen wurde teilweise neu gebaut und in die unzugängliche Aubachklamm mit Sprengarbeiten und Errichtung zahlreicher Brücken ein 1,2 km langer Steig angelegt. Dazu wurden an diesen Wegen 120 Ruhebänke aufgestellt.
Durch die Bauarbeiten konnte man durchschnittlich 50 bis 60 Arbeitslose direkt und etwa 30 bis 40 Mann in der Zulieferindustrie beschäftigen. Während die Arbeitslosigkeit in Österreich in dieser Zeit weiter stieg, ging sie in Wörgl um ein Viertel zurück.



