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Weltweites Echo
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Der wirtschaftsbelebende Effekt der Wörgler Nothilfe-Aktion blieb nicht verborgen. Zunächst verbreitete sich die Kunde in der Umgebung - Kirchbichl beschloß am 12.1.1933 die Einführung der Arbeitswertscheine, mit denen der Bau des Kirchbichler Strandbades durchgeführt wurde. Auch die Kitzbüheler führten Schwundgeld ein, in Brixen und Westendorf war es bereits beschlossene Sache, allerdings wollte man dort noch auf den Ausgang des laufenden Gerichtsverfahrens warten.
Mit Zustimmung und Begeisterung wurden die Ausführungen des Pfarrers Schlechter von Westendorf aufgenommen, schreibt Hans Burgstaller 1933. Schlechter: Wenn es auch lächerlich schien, daß sich das kleine Tirol gegen die Gewalt Napoleons erhob, der Funke aus Tirol hatte genügt um im übrigen Europa einen Brand auszulösen, der die unbesiegbar scheinende Macht zerbrach. Es geht heute nicht gegen Napoleon, aber die Macht, die heute zerschlagen werden muß, die internationale Hochfinanz, ist größer als die Macht Napoleons.
Viele Gemeinden Österreichs forderten die Einführung von Freigeld. Zeitungsberichte in aller Herren Länder lösten internationales Interesse aus. Volkswirtschafter und Politiker kamen, um sich selbst vom Ergebnis zu überzeugen. Darunter der Geldtheoretiker Prof. Irving Fischer aus den Vereinigten Staaten, der Gesells Konzept als "geniale Idee" würdigte und sie anwenden wollte, um der Depression in Amerika Herr zu werden. In zahlreichen amerikanischen Städten und Gemeinden wurde nach Wörgler Vorbild Markennotgeld herausgegeben. Dabei wurde aber mit dem Schwund übertrieben - bei 2 % pro Woche wurde das Geld nicht angenommen.
Frankreichs Ministerpräsident Daladier weilte im Sommer 1933 in Wörgl und war begeistert: "Dieses Geld hat überaus beachtenswerte Ergebnisse gezeitigt... Die Bewohner haben mir erklärt, daß sie solches Geld, das sie leben läßt, dem Goldwahn und anderen veralteten Ideen vorziehen."
Die große Pariser Zeitschrift "Illustration" berichtete im September 1933 über das Wörgler Experiment, eine Artikelserie in einer anderen Zeitschrift folgte, und noch im gleichen Jahr gründeten die durch die Thesen Proudhons aufgeschlossenen Franzosen einen Dachverband für Tauschgesellschaften, die im ganzen Land entstanden. Das Verbot kam 1935 vom Innenministerium.
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