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Ein begabter Musikant
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Musiziert wurde oft und gern im Hause Unterguggenberger. Michael spielte mehrere Instrumente - Harmonium, Zither und Querflöte waren dabei. Eine Musikschule hatte er nie besucht, er erlernte das Spielen in Eigenregie.
In jungen Jahren schon trat er der 1901 gegründeten Arbeitermusikkapelle bei, deren Klangkörper der Gründer und Kapellmeister Johann Thummer zu einer beachtlichen Leistungsstärke ausbaute, wie in der von Chronist Hans Bramböck verfaßten Festschrift zum 100jährigen Jubiläum der Kapelle, erschienen 1976, zu entnehmen ist.
Die Musikkapelle war bis zum 2. Weltkrieg die Konkurrenz der 1876 gegründeten Bürgermusikkapelle. Beide Kapellen wurden in den 20er Jahren neu eingekleidet: Die Bürgermusik weihte die neue Tracht zu Fronleichnam 1924 ein, die Schützenuniform dann 1925. Ein Jahr später zog die Arbeitermusik nach, eingekleidet von der Eisenbahn, bei der auch die meisten Musikanten im Dienst waren.
Für das 10jährige Gründungsjubiläum der Arbeitermusik betätigte sich Unterguggenberger als Komponist und schrieb 1912 den "Erinnerungs-Festmarsch". Dabei schlug seine politische Begeisterung für die Arbeiterbewegung durch - ins Trio verpackte er die Melodie des Liedes von der Arbeit.
Peter Silberberger bekam die Partitur, und zur Wiederkehr des 90. Geburtstages Unterguggenbergers im Jahr 1974 stand der Marsch auf dem Programm des Cäcilienkonzertes. Allerdings in leicht abgeänderter Form, denn man wollte alles Parteipolitische aus dem Verein heraushalten: Und so wurde das Trio neu arrangiert.
Vor allem volkstümliche Melodien brachte Michael Unterguggenberger zu Papier - allerdings nur für den Hausgebrauch.
Durch sein verstärktes politisches Engagement schied er in den 20er Jahren aus der Kapelle aus.
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