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Klimafreundlich Grillen – geht das?

Grillen macht Spaß, hat aber kein besonders umweltfreundliches Image. Doch mit ein paar einfachen Tipps lässt sich das Grillvergnügen nachhaltig gestalten und mit ruhigem (Klima-)Gewissen genießen.

Was kommt drunter: Kohle, Gas oder Strom?

Für viele ist das Grillen mit Holzkohle das Nonplusultra. Allerdings entstehen dabei klimaschädliche Emissionen, Feinstaub und krebserzeugende Substanzen. Sauberer ist der Gasgriller, aber ebenfalls klimaschädlich, weil durch das Verbrennen des Gases CO2 freigesetzt wird. Am nachhaltigsten ist das Grillen mit einem Elektrogriller. Wer auf die Holzkohle nicht verzichten will, sollte den Rauch möglichst minimieren – das geht mit einem Anzündzylinder und guter Luftzufuhr. Auf keinen Fall sollte feuchtes Holz verwendet werden.

Achtung bei der Wahl von Kohle oder Briketts: Häufig wird Tropenholz beigemischt. Das ist sowohl für die Umwelt als auch menschenrechtlich sehr problematisch. Es gibt jedoch im Fachhandel Grillkohle und Briketts, die aus Tiroler Holz und Hackgut hergestellt werden.

Praxis-Tipp: Grillanzünder enthalten meist gesundheitsschädliche Stoffe. Umweltfreundliche Alternativen kann man sich leicht selbst basteln: aus alten Eierkartons, Sägespänen, Birkenrinde oder Wachs.

Was kommt drauf: Köstliches Gemüse & Co.

Egal womit gegrillt wird, der Großteil der klimarelevanten Emissionen wird durch das Grillgut verursacht – nämlich 95 Prozent! Über die Entscheidung, was wir essen und trinken, können wir also am meisten CO2 einsparen. Oberstes Gebot: regionalen Produkten in Bio-Qualität den Vorzug geben! Weiters sollte man schon beim Einkaufen auf unnötige Verpackungen verzichten. Mehrwegflaschen für Bier und Säfte sind in allen Supermärkten erhältlich und auf Einweggeschirr sollte man in jedem Fall verzichten.

Bei Fleisch gilt die Devise „weniger ist mehr“ – weniger Menge, dafür bessere Qualität. Beim Gemüse und bei den Kartoffeln darf es dafür gerne mehr sein. Gegrillte Zucchini, Auberginen, Tomaten, Mais, Champignons oder Zwiebel sehen am Grillteller nicht nur gut aus, sondern schmecken auch hervorragend.

Praxis-Tipp: Alufolie oder Aluschalen sind klimaschädlich, weil deren Herstellung sehr energieintensiv ist. Aber nicht nur das: Das Aluminium kann auf das Essen übergehen und ist bekanntlich giftig. Zum Glück gibt es Ersatz: Wiederverwendbare Grillschalen aus Edelstahl oder Keramik.


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