Josef Steinbacher

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Name Josef Steinbacher
Geburtsdatum 13. Oktober 1862
Todestag 03. Mai 1912
Kategorie Politik
Beschreibung
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Lebenslauf

Am 28. September 1905 fand im Beisein des k.k. Stadthaltereirates Fischnaler in der Dorfgemeinde Kufstein-Wörgl nach dem Ableben des bisherigen Vorstandes Johann Mayr die Wahl des Vorstands statt. Damit war der gebürtige Schwoicher Josef Steinbacher Vorsteher, der Ökonom Georg Ager 1. Rat, Schmiedemeister Franz Hörhager 2. Rat und der Wirt zur "Neuen Post", Johann Huber, 3. Rat.

Josef Steinbacher betrieb als Vorsteher der Dorfgemeinde Kufstein-Wörgl erfolgreich die Zusammenlegung der beiden Dörfer Kufstein-Wörgl und Rattenberg-Wörgl. Dabei galt es vor allem, den Vorsteher der Nachbargemeinde, den Wagnermeister und Kaufmann Franz Gruber, samt seinem Gemeinderat von den Vorzügen der vereinigten Gemeinde Wörgl zu überzeugen.

Mit 31. Dezember 1910 gab es dann nur mehr die Gemeinde Wörgl. Gleichzeitig wurde diese Gemeinde mit Wirksamkeit vom März 1911 durch Kaiser Franz Joseph I. zur Marktgemeinde erhoben.

Steinbacher erreichte auch den Bau der Genossenschaftsbrauerei und des Überlandwerks "Kaiserwerke" am Hintersteinersee, welches Strom für Wörgl und Umgebung lieferte. 1908 baute er das erste Wörgler Elektrizitätswerk. Außerdem initiierte er den Bau der ersten Wörgler Kanalanlage, der Hochquellenwasserleitung und des Krankenhauses, für das er 1909 das Öffentlichkeitsrecht erreichte. Er war 1891 bis 1897 Besitzer des Gasthofs "Alte Post" und 1897 bis 1903 Inhaber des Gashofs "Zur Rose".

Gemeinsam mit Pfarrer Josef Niedermoser engagierte er sich 1910 für die Neuanschaffung des im ersten Weltkrieg eingezogenen Kirchengeläuts sowie für die Planung und Vergabe der Aufträge für den Kirchenerweiterngsbau, dessen feierliche Einweihung am 30. November 1912 er aber nicht mehr erleben durfte.

Josef Steinbacher starb mit 49 Jahren am 3. Mai 1912.

Funktionen

  • Vorsteher der Dorfgemeinde Kufstein-Wörgl 1905 - 1911
  • Bürgermeister der Marktgemeinde Wörgl 1911 - 1912

Verdienste

  • Zusammenlegung der Dörfer Kufstein-Wörgl und Rattenberg-Wörgl
  • Markterhebung der Gemeinde Wörgl
  • Gründung des E-Werks in Wörgl
  • Bau der Hochquellenwasserleitung und des ersten Wörgler Kanalnetzes
  • Bau der Genossenschaftsbrauerei
  • Errichtung und Öffentlichkeitsrecht des Wörgler Krankenhauses
  • Anschaffung des neuen Kirchengeläuts
  • Kirchenerweiterung von 1912

Auszeichnungen

  • Goldenes Verdienstkreuz, verliehen durch Kaiser Franz Josef I. 1909
  • Ehrenbürger der Gemeinde Wörgl - 1.6.1911
  • Nach Bürgermeister Steinbacher wurde später in Wörgl die Josef-Steinbacher-Straße benannt.

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