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70 Jahre Bergrettung Wörgl - Niederau, JHV mit Neuwahlen

(wma) 70 Jahre Bergrettung wird die Ortsstelle Wörgl-Niederau heuer begehen. 1948 wurde der Bergrettungsstützpunkt Wörgl aus der Taufe gehoben und seitdem wird der Bereich Wörgl und Umgebung einschließlich Gebiet Buchacker und Niederau von Wörgl aus bergrettungstechnisch versorgt, dies erfuhr man bei der am 17. März abgehaltenen Jahreshauptversammlung der Bergrettungsortsstelle Wörgl-Niederau im Volkshaus in Wörgl. Begrüßen konnte Ortsstellenleiter Martin Flörl dazu VBgm. Hubert Aufschnaiter, NR GR Christian Kovacevic, die Angather Gemeinderätinnen Agnes Danklmaier und Sandra Madreiter-Kreuzer, PI-Kdt. Hubert Baldemair, Alpinpolizist / Polizeibergführer Andreas Steurer, Bergbahnen Wildschönau Betriebsleiter Markus Dummer, vom Roten Kreuz Wörgl OStl. Gerhard Thurner, WL Manfred Greiderer und OAR Viktoria Moser, Gerhard Czappek LGF-Samariterbund Tirol, BRD Bezirksleiter Norbert Wolf sowie Ehrenmitglied Sepp Malleier.

Sprachen wir letztes Jahr bei der JHVS schon von einer Einsatzzahlenspitze von 48, so musste im letzten Berichtsjahr nicht weniger als 73 Einsätze abgearbeitet werden, dies ist eine Steigerung von 25 Einsätzen, oder über 50 Prozent, so Ortsstellenleiter Martin Flörl in seinem Bericht. 66 Einsätze mit 412 Einsatzstunden von 236 Personen betreffen unser Einsatzgebiet und 7 Einsätze mit 33 Einsatzstunden mit 16 Mann waren Assistenzeinsätze außerhalb unseres Einsatzgebietes. Die Ortsstelle Wörgl besteht aus 57 Mitgliedern davon stehen 40 für Einsätze Tag und Nacht bereit, drei sind geprüfte Anwärter, ein ungeprüfter Anwärter und 13 sonstige Mitglieder, in unseren Reihen sind drei Hundeführer. Ein äußerst wichtiger Faktor sind Kurse und Schulungen, sie sind für einen Bergretter unerlässlich und gehören zur Pflicht. Allein im abgelaufenen Jahr schlagen sich 899 Stunden für Schulungen zu Buche, zwei unserer Hundeführer waren allein schon 190 Stunden auf Schulung. Das vermehrte Einsatzaufkommen ist einerseits durch Trendsportarten und diversen Events wie etwa das Wörgler EldoRADo oder etwa das Down Hill Race in der Wildschönau zu begründen. Dies bedingt natürlich nicht nur vermehrt Einsätze, wir müssen auch dementsprechend die Einsatzmaterialien aufstocken. Den Winterdienst haben wir mit 17. Dezember 2016 begonnen und dieser wurde mit 26. März 2017 eingestellt. Dabei fielen 32 Tage an denen wir Dienst versahen, Sonn- wie Feiertage, dies sind in Summe gut 800 Bereitschaftsstunden. Das Highlight des letzten Jahres war die Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges das sich bereits bei mehreren Einsätzen bestens bewährt hat. Wir besuchten mit diesem Fahrzeug auch ein Fahrsicherheitstraining was ich als sehr wichtig ansehe, so der Ortsstellenleiter. Auch wurden zwei hochmoderne Titantragen angeschafft die die Einsätze erleichtern. Im Moment sind wir mit unserem Fahrzeug und unseren Gerätschaften in die alte Kompostieranlage übersiedelt da ja das Feuerwehrhaus abgerissen wurde und wir werden dann in das neue Gerätehaus übersiedeln wenn es fertig gestellt ist. Hier gilt auch ein großer Dank an die Wörgler Feuerwehr die immer ein offenes Ohr für uns hat und mit denen wir bestens zusammenarbeiten. Für 2018 werden wir bei mehreren Großveranstaltungen wieder dabei sein wie etwa das EldoRADo in Wörgl sowie beim Wildschönauer Down Hill Race, zudem wird im Juni der Möslalm Wandercup abgehalten, wo mit 1.500 Teilnehmern gerechnet wird. Wir müssen heuer die komplette Mann–Ausrüstung austauschen, die ist jetzt 10 Jahre alt und entspricht nicht mehr den rechtlichen Bestimmungen. Die Kosten von ca. 240 Euro pro Mann müssen wir selbst tragen und wir werden schauen dass wir dafür einige Sponsoren finden.

Die Einsätze im vergangenen Jahr gliedern sich in 18 Alpineinsätze, 42 Schieinsätze, 2 Unterstützungseinsätze Rettungsdienst, 1 Fehlalarm, 8 Suchaktionen und 2 Bereitschaftsdienste. 10 Einsätze waren in der Nacht, 50 Tageinsätze und 13 Einsätze während der Dämmerung. Bei den Einsätzen wurden 17 Personen unverletzt geborgen, 46 Personen waren verletzt, bei 7 Personen haben wir keinen Zustand gemeldet bekommen und für 3 Personen kam jede Hilfe zu spät. 23 Personen wurden mit dem Akia abtransportiert, 12 Personen mit dem Hubschrauber, 15 Personen wurden mit dem Lift zu Tal gebracht, 9 Personen haben wir mit unserem Einsatzfahrzeug transportiert, 13 Personen wurden mit dem Skidoo geborgen und ein Verletzter wurde mit der Pistenraupe geborgen, so Einsatzleiter Thomas Mey.

Vor der Neuwahl die turnusmäßig anstand, wurde noch einem Mitglied für 25 Jahre Mitgliedschaft gedankt. Leider konnte Hermann Schneck die Ehrung nicht in Empfang nehmen da er krankheitshalber das Bett hüten muss. Die Ehrung wird ihm zu einem späteren Zeitpunkt in einem kleinen Kreis überreicht. Hermann Schneck, wohl einer der profundesten Bergretter Tirols kam 1993 zur Bergrettung Wörgl-Niederau und war bis dato bei 83 Bergrettungseinsätzen mit dabei. Leider stimmt diese Zahl nicht, sie wird viel höher sein, so Martin Flörl, da von 1995 bis 2003 keine Einsatzaufzeichnungen mehr zu finden sind. Von 2000 bis 2017 war Schneck bei der Ortsstelle Wörgl Einsatzleiter. Seit 2016 ist Hermann Schneck Hundeführer und rückt mit seiner Hündin Yuma zu Einsätzen aus. Von Mai 2015 bis Oktober 2017 bekleidete er das Amt des Bezirksleiters. Schneck ist er seit 2001 als Flugretter beim Christophorus 4 freiwillig tätig, seit 2017 ist er Leiter der Flugretter, von 2006 bis 2012 war er Flugreferent bei der Bergrettung. Hermann Schneck kann auf rund 1.200 Flugeinsätze zurückblicken.

Für alle Funktionen gab es jeweils nur ein Wahlvorschlag und so wurden alle zukünftigen Funktionäre mit hundertprozentiger Zustimmung gewählt. Martin Flörl stand als Ortsstellenleiter nicht mehr zur Verfügung er kandidierte aber für dessen Stellvertreteramt.
So setzt sich der neue Ausschuss wie folgt zusammen:

ORTSSTELLELEITER: Dietmar Aichhorn
ORTSSTELLENLEITER STV:. Martin Flörl, Sepp Malleier

AUSBILDUNGSLEITER: Robert Gruber
AUSBILDUNGSLEITER Stv.: Marco Höck

EINSATZLEITER: Thomas Mey
EINSATZLEITER Stv.: Michael Fontana

FUNKWART: Helmut Lengerer

SANITÄTSWART: Alexander Haidacher
SANITÄTSWART Stv.: Rupert Moser

SCHRIFTFÜHRER: Andreas Adelsberger
SCHRIFTFÜHRER Stv.: Christoph Wurzrainer

KASSIER: Wolfgang Anselm
KASSIER Stv.: Rudi Steiner

FAHRZEUGWART: Martin Oppl
FAHRZEUGWART Stv.: Matthias Oppl

GERÄTEWART: Wolfgang Fellner
GERÄTEWART Stv.: David Forstlechner

HÜTTENWART: Josef Astner

KASSAPRÜFER: Christian Wiechenthaler, Franz Bramböck

Bild / Text: wilhelm maier (wma)


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