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Josef-Speckbacher-Straße

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Josef-Speckbacher-Straße
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Upload-Datum: 18. März 2009
Lizenz: Public Domain
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Name Josef-Speckbacher-Straße
Standort 6300, Wörgl
Kategorie Straße
Beschreibung
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Josef-Speckbacher-Straße
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Beschreibung

Die Josef-Speckbacher-Straße ist die gerade Verlängerung der unteren Bahnhofstraße vom Stadtplatz bis zur Salzburger Straße an der Hauptkreuzung. Von ihr zweigt die Klemens-Payr-Straße ab.

Historie

Die heutige Speckbacherstraße wurde vorübergehend als "Alte Bahnstraße" bezeichnet, weil die eigentliche Bahnhofstraße auf der Trasse des früheren Söckinger Feldwegs liegt. Um die Jahrhundertwende bekam sie dann offizell den Namen "Schachtnerstraße" und während des zweiten Weltkriegs wurde sie als "Straße der SA" bezeichnet. Nach Kriegsende bekam sie mit den neuen Wörgler Straßenbezeichnungen durch Hans Federer wie ihre Nachbarn Klemens-Payr-Straße, Joseph-und-Georg-Rainer-Straße und Peter-Stöckl-Straße den Namen eines Tiroler Freiheitskämpfers aus dem Jahr 1809 - in diesem Fall Josef-Speckbacher-Straße.

Josef Speckbacher

Josef Speckbacher, geboren am 13. Juni 1767 in Gnadenwald, gestorben am 28. März 1820 in Hall in Tirol, war Tiroler Freiheitskämpfer und auch als Mann von Rinn nach dem Hof seiner Frau bekannt.

Speckbacher war der Sohn eines Holzlieferanten der Salinen von Hall. Nach nur kurzer Schulbildung bekam er eine Anstellung im Salzbergwerk. Diesen Arbeitsplatz verschaffte ihm seine Familie. Diese brachte er bis dahin immer wieder durch Wildern, aber auch Schlägereien mit Forstbeamten in Schwierigkeiten.

Mit 27 Jahren heiratete Speckbacher 1794 Maria Schmieder von Rinn und war ab dem Tag der Hochzeit auf dem Bauernhof seiner Frau tätig. Zu dieser Zeit kam auch sein Spitzname Mann von Rinn auf. Von allen geachtet wurde Speckbacher um 1796 in einer politisch brisanten Zeit in den örtlichen Gerichtsausschuss gewählt.

Als es im darauffolgendem Jahr zur Schlacht von Spinges (in Spinges bei Brixen) kam, kämpfte Speckbacher an der Seite des Hauptmanns Dr. Philipp von Wörndle (1755-1818) neben Katharina Lanz, der Heldin von Spinges, gegen die Franzosen. Aber auch in den Jahren 1800 und 1805 kämpfte er gegen die französischen Besatzungstruppen und nahm 1809 an der Seite Andreas Hofers an den drei Schlachten am Bergisel teil.

Auch nach heutiger Beurteilung gilt Speckbacher als hervorragender Taktiker. Mit seinen irregulären ortskundigen Truppen fügte er gerade im unwegsamen Gebirge den feindlichen Truppen großen Schaden zu. Er besiegte zusammen mit Peter Mayr und Joachim Haspinger die Rheinbunddivision in der Enge von Mittenwald-Oberau (Sachsenklemme).

Nachdem er am 17. Oktober 1809 bei Unken und Melleck geschlagen wurde, flüchtete Speckbacher nach Wien, wo er von Kaiser Franz persönlich belobigt und mit einer Medaille ausgezeichnet wurde. Dort wurde er auch im Mai 1810 damit beauftragt die geflüchteten Tiroler in Südungarn anzusiedeln und war so an der Gründung des Dorfes Tirol im heute rumänischen Teil des Banats beteiligt. Speckbacher hielt sich bis 1814 in Wien auf und wohnte in dieser Zeit bei seinem Kampfgefährten Jacob Troggler. Erst als 1814 Tirol wieder mit Österreich vereinigt wurde, konnte Speckbacher sicher nach Hall zurückkehren, wo er als k.k. Major seinen Ruhestand verbrachte.

1820 zog sich Speckbacher ein Nierenleiden zu, deren Ursachen sicherlich in den Kriegszeiten zu suchen sind. Nach mehreren Wochen heftigster Schmerzen starb Speckbacher im Alter von 53 Jahren am 28. März 1820 in Hall. Zu Ehren seines Begräbnisses am 30. März in Hall zogen mehrere Schützenkompanien auf. Am 20. April 1858 wurden seine sterblichen Überreste feierlich exhumiert und in der Hofkirche von Innsbruck neben Andreas Hofer und Joachim Haspinger bestattet. Dort ist das Grabmal heute noch zu bewundern. Ihm zu Ehren wurden u. a. in Kufstein sowie im Süden Innsbrucks (im Stadtteil Wilten) in St. Johann in Tirol und in Wien (Bezirk Ottakring) Straßen benannt. Auch eine Kaserne in Hall in Tirol wurde nach ihm benannt.

Speckbacher war über sein Leben weg gesehen ein Draufgänger reinster Sorte, der sich durch Schlauheit und einen ans Tollkühne grenzenden Mut auszeichnete. Seine Geschichte wird in einem Buch Luis Trenkers sehr farbig und lebendig beleuchtet.

Sehenswürdigkeiten


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