Ein Blog von Arno Abler
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Menschen schreiben das Wort Wörgl

JAA, jetzt ist es soweit! Die Kandidaten der Bürgermeisterliste sind vor den Vorhang getreten und haben sich beim Wahlauftakt, Freunden, Bekannten und den Kolleginnen und Kollegen vorgestellt. Ein tolles Team von A - Z !

In der Aula des Bundesschulzentrums herrschte Samstag Nachmittag ausgelassene Stimmung. Die Listenmitglieder samt zahlreichen Freunden bildeten gemeinsam das Wort "Wörgl" ab, das von Fotograf Christoph Ascher professionell abgelichtet wurde. Geduld und Aufmerksamkeit waren gefordert, aber auch Humor und Kontaktfreudigkeit, bis alle richtig standen und das Schriftbild den kritischen Fotografen zufrieden stellte.

Nach meiner kurzen Präsentation des Arbeitsprogramms "Wörgl 2016" konnte ich die einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten der Presse und den Gästen vorstellen. Fast alle der 42 Mitstreiter hatten sich an diesem wunderschönen Nachmittag eingefunden, der sonst für Kitzbühel oder Schifahren genutzt worden wäre.

Und ich bin richtig stolz auf dieses tolle Team!

Jede und jeder Einzelne eine starke Persönlichkeit mit Kompetenz und Engagement. Dabei ist die Liste sehr ausgewogen nach Geschlechtern, Alter, Stadtteilen und Interessensgebieten. Sie alle wollen sich engagieren für eine gute und verantwortungsvolle Weiterentwicklung unserer Stadt Wörgl. Und genau das werden wir gemeinsam tun! Ich werde meine Freunde und Listenkollegen in den nächsten Tagen natürlich ausführlich persönlich vorstellen. Man darf gespannt sein :-)

Feuerball

Aber das Beste zum Schluss. Es gibt diesmal auf der Bürgermeisterliste ein einzigartiges, neues Wahlsystem:

Der Wähler selber bestimmt bei uns, WER von den 42 Kandidatinnen und Kandidaten in den Gemeinderat einzieht !!!!!!

Nähere Details dazu in Bälde hier im Blog. Wir entwickeln die kommunale Demokratie ein Stück weiter!

Arno Abler
Bürgermeister der Stadt Wörgl
a.abler@stadt.woergl.at

Tags:
bürgermeisterliste , gr-wahl

Wahlurne

Wie aufmerksame, sehr sensible Beobachter bereits wahrgenommen haben und alle anderen unweigerlich in den nächsten Wochen noch wahrnehmen werden, steht mit 2010 nach sechs Jahren wieder ein kommunales Wahljahr auf dem Programm, in dem am 14. März in ganz Tirol und damit auch in Wörgl die Gemeinderatsmandate neu verteilt werden.

Es ist also wieder an der Zeit, dass die Wörgler Bevölkerung im Wettstreit der Ideen, Konzepte und Vorschläge die Eckdaten für die künftige Gestaltung unserer städtischen Gesellschaft festlegt und im Wege des Grundrechts der demokratischen Wahl (das ich durchaus als bürgerliche Pflicht verstehe) jene Personen in das Gemeindeparlament entsendet, denen sie das am ehesten zutraut.

Die einzelnen wahlwerbenden Gruppierungen werden sich in steigender Intensität präsentieren, für ihre Schwerpunkte werben und mit Persönlichkeiten aufwarten, die Kompetenz und Visionen vermuten lassen.

Die Wahl kann nur dann eine solche sein, wenn man zwischen mehreren Optionen auswählen kann. Das ist gut so und notwendig. Diese Auswahl sollte sich jedoch auf Konzepte der öffentlichen Gestaltung und der politischen Schwerpunkte beschränken und nicht die Wertebasis – wir beenden dieser Tage das Wörgler "Jahr der Werte" mit einem Diskurs über die wichtigsten ethischen Säulen unserer Gesellschaft – in Frage stellen. Ich lade daher alle Gruppen und Kandidaten ein, die Wahlauseinandersetzung in einem Klima der Wertschätzung, der Toleranz, der Menschlichkeit und der persönlichen Integrität zu führen, weil die (bisherige wie künftige) Führungsspitze unserer Gemeinde eine große Verantwortung für das Klima und den menschlichen Umgang in der Wörgler Gemeinschaft hat.

Die Stadt Wörgl steht zwar nach wie vor finanziell auf soliden Säulen, trotzdem werden sich aufgrund der nur zaghaft anspringenden Konjunktur keine teuren Wahlversprechen ausgehen. Wir sind im Gegenteil ganz besonders gefordert, alle Möglichkeiten von Effizienzsteigerungen und Einsparungen auszuloten, um den städtischen Haushalt durch kargere Zeiten zu führen. Die Konzepte der nächsten Jahre werden sich daher nicht mehr so sehr auf Investitionen in die öffentliche Infrastruktur stützen, hier sind wir bereits sehr gut aufgestellt, sondern vor allem auf eine weitsichtige Weiterentwicklung des gemeinsamen Zusammenlebens. Genau hier sind die Ideen der Gemeinderatsfraktionen gefordert und genau hier können sie auch mit Vorbildwirkung vorangehen.

Die Themen, die Wörgl in diese Richtung führen werden, sind ziemlich offensichtlich. Neben einer verantwortungsvollen Integrationspolitik, die neben einer menschlichen Grundhaltung durchaus auch deutliche Forderungen an die Migranten stellen muss, ist die beherzte Umsetzung der städtischen Verwaltungsreform für spürbare Effizienzsteigerung und die endgültige Ausrichtung auf den Bürger nach dem New-Public-Management-Modell wichtig. Und damit wird auch die Transparenz der Politik und der Verwaltung mit umfassender Information vom und zum Bürger in den Mittelpunkt rücken. Eine Weiterentwicklung der Demokratie sozusagen.

Nicht jeder kann oder möchte sich persönlich in die laufende Gestaltung der Gemeinschaft einbringen, und Modelle wie die Lokale Agenda 21 bieten zwar gute Möglichkeiten der Partizipation, stellen aber gleichzeitig für Viele auch Hürden und Zugangsbeschränkungen auf oder überfordern ihr verfügbares Zeitbudget. Es sind daher Wege zu eröffnen, die einerseits der Einzelnen und dem Einzelnen genau dann die Chance zur direkten Einflussnahme gibt, wenn dies aus der eigenen Interessenslage gewünscht ist, andererseits aber auch den gewählten Repräsentanten die Entscheidungssicherheit durch umfassende Informationen und ein möglichst vollständiges Bild des zu gestaltenden Umfelds gibt. Basisdemokratie und Repräsentativdemokratie müssen sich auf Augenhöhe begegnen und dabei eine neue gemeinsame Qualität entwickeln. Eine Aufgabe, die wir in Wörgl versuchen sollten, die aber in ganz Europa zur dringenden Lösung ansteht.

Dazu braucht es wie gesagt nicht nur moderne Bürgerinnen und Bürger, die sich für ihre Stadt interessieren und engagieren sondern auch „wertvolle“ Politiker, die gemeinsam an der großartigen Sache „Wörgl“ arbeiten und gestalten wollen. Da erscheint es fast wie ein göttliches Zeichen, dass sich gerade am Ende des kommenden Jahres eines der bedeutendsten Ereignisse in unserer Stadtgeschichte zum hundertsten Mal jähren wird. Am 31. Dezember 1910 wurden die bis dahin getrennten Gemeinden Wörgl-Kufstein und Wörgl-Rattenberg durch beherzte Menschen vereinigt, um künftig ihren äußerst erfolgreichen Weg gemeinsam zu gehen.

Arno Abler
Bürgermeister der Stadt Wörgl
a.abler@stadt.woergl.at

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gr-wahl

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